New York will stärker gegen den Verkauf von Cannabisgetränken ohne die erforderliche Lizenz vorgehen. Betroffen sind Lebensmittelgeschäfte und kleine Nachbarschaftsläden. Chelsea Davis, zuständige stellvertretende Staatssekretärin von Gouverneurin Kathy Hochul, bezeichnete die Situation laut der New York Post als erhebliches Gesundheitsrisiko. Dabei geht es auch um die Frage, welche Geschäfte die Getränke verkaufen dürfen und welche Folgen unerlaubte Verkäufe für lizenzierte Cannabisfachgeschäfte haben.
New York plant ein Vorgehen gegen unerlaubte Verkäufe
Bei einer Veranstaltung des Medienhauses City & State zur Alkoholpolitik nannte Davis die Situation „völlig unhaltbar“. Ihre Aussagen lassen auf eine politische Initiative in einer kommenden Legislaturperiode schließen. Dass bereits konkrete Maßnahmen beschlossen wurden, geht aus dem Bericht jedoch nicht hervor.
Die New York Post hatte Cannabisgetränke in Delis und Lebensmittelgeschäften gefunden, die dafür keine Lizenz hatten. Zuvor hatte der Manhattaner Bezirkspolitiker Brad Hoylman-Sigal die zuständigen Behörden zum Eingreifen aufgefordert. Davis warnte außerdem, diese Verkäufe könnten lizenzierten Cannabisfachgeschäften Umsatzeinbußen verursachen und die noch junge Branche schwächen.
CBD- und THC-Getränke unterscheiden
Der Bericht unterscheidet nicht immer klar zwischen CBD- und THC-Getränken. Der Unterschied ist wichtig: THC kann berauschen, CBD verursacht keinen vergleichbaren Rausch. Nicht jedes Cannabisgetränk macht deshalb high.
Auch „aus Hanf gewonnen“ bedeutet nicht automatisch „nicht berauschend“. Entscheidend ist, welche Cannabinoide ein Getränk enthält und wie hoch ihre Konzentration ist. Für die rechtliche Einordnung zählen außerdem die Herkunft, die Produktkategorie und die geltenden Vorschriften.
Der Cannabis-Politikexperte Joe Rossi erläuterte gegenüber der Zeitung, worin die Verwirrung besteht: Verbraucher erkennen zwar ein THC-Getränk, unterscheiden aber häufig nicht zwischen hanfbasiertem THC und Produkten des regulierten Cannabismarkts. Das erschwert es Verbrauchern, die Produkte einzuordnen, und Behörden, den Verkauf zu kontrollieren.
Verkauf in Spirituosengeschäften bleibt umstritten
Ein Vorstoß, Cannabisgetränke auch in Spirituosengeschäften zuzulassen, scheiterte laut Bericht zunächst. Weitere Gesetzesvorschläge sehen den Verkauf mit einer besonderen Genehmigung vor. Solange es bei Vorschlägen bleibt, ergibt sich daraus aber keine Verkaufserlaubnis.
Der Bericht erwähnt zudem Verbotspläne auf Bundesebene und verschobene Fristen. Ein Veröffentlichungsdatum und eine konkrete Gesetzesfundstelle fehlen jedoch. Deshalb lässt sich daraus nicht zuverlässig ablesen, ob und wann solche Regelungen in Kraft treten.
FAQ
Sind Cannabisgetränke in New York grundsätzlich verboten?
Nein. Ob ein Cannabisgetränk verkauft werden darf, hängt von der Produktart, seiner rechtlichen Zulässigkeit und der erforderlichen Händlerlizenz ab.
Welche Gesundheitsgefahr wurde konkret nachgewiesen?
Der Bericht nennt keine konkreten Vergiftungsfälle oder Laborbefunde. Davis warnt vor einem Gesundheitsrisiko; Belege für Schäden durch einzelne Produkte werden nicht angeführt.
Dürfen Spirituosengeschäfte jetzt THC-Getränke verkaufen?
Die beschriebenen Gesetzesvorschläge allein erlauben den Verkauf nicht. Händler müssen prüfen, welche Vorgaben aktuell gelten.
Was bedeutet das für Verbraucher?
Dass ein Getränk frei zugänglich im Ladenregal steht, bedeutet nicht, dass es legal verkauft wird. Verbraucher sollten auf den Cannabinoidgehalt, die Kennzeichnung und die Händlerzulassung achten.
Quellen
- City & State — Nachrichten zu Politik und Regulierung im Bundesstaat New York, City & State New York
- New York State Office of Cannabis Management — Produkte mit Cannabinoiden aus Nutzhanf, New York State Office of Cannabis Management




